Grippe heilen: Schulmedizin


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Da eine echte Grippe sehr schwerwiegend verlaufen kann, wurden keine Anstrengungen gescheut, Medikamente gegen die Influenza zu entwickeln.

Gegen Erkältungen gibt es keine ursächlich wirkenden Medikamente.

Impfung

Gegen bereits bekannte Influenza-Viren kann man sich impfen lassen.

Eine solche Impfung verhindert zwar nicht zu 100% eine Grippe-Erkrankung, aber wenn die Grippe doch ausbricht, verläuft sie meistens schwächer.

Alten Menschen, Ärzten, Krankenschwestern und anderen Leuten, die viel Kontakt zu Menschen haben, wird generell empfohlen, sich jeden Herbst gegen die aktuell zu erwartende Grippe impfen zu lassen.

Ein Impfstoff gegen den Vogelgrippe-Virus H5N1 ist zur Zeit in Arbeit. In den USA scheint ein solcher Impfstoff im August 2005 bereits gelungen zu sein. Von einer Massenproduktion für die gesamte Menschheit ist man jedoch noch weit entfernt.

Wenn ein neuer Virus entsteht, der eine Pandemie auslöst, dauert es etwa ein halbes Jahr, bis ein geeigneter Impfstoff entwickelt ist. Bis er für alle verfügbar ist, dauert es jedoch sehr viel länger.

Auch wenn eine Impfung gegen die Menschengrippe nicht gegen den Vogelgrippe-Erreger schützt, verhindert sie doch, dass sich ein Mensch mit beiden Erregern infiziert und dadurch zu einer möglichen Brutstätte für den neuen Pandemie-Erreger wird. Daher macht es durchaus Sinn, sich gegen Grippe impfen zu lassen.

Neuraminidasehemmer

Den Ausbruch einer Grippe kann auch eine neuartige Gruppe von Medikamenten verhindern. Es handelt sich um die sogenannten Neuraminidasehemmer. Das sind Stoffe, die, vereinfacht gesagt, verhindern, dass die Neuraminidase, ein Teil des Grippevirus, sich an den menschlichen Zellen andocken kann.

Zur Zeit gibt es zwei verschiedene Wirkstoffe, die dazu in der Lage sind:

Oseltamivir (Produkt: Tamiflu) und Zanamivir (Produkt: Relenza).

Diese Medikamente wirken nur, wenn man sie vor Ausbruch der Grippe einnimmt oder ganz am Anfang der Erkrankung. Sie verhindern dann den Ausbruch bzw. lindern den Verlauf.

Ein Heilmittel im üblichen Sinne sind sie nicht.

Neuraminidase-Hemmer sind verschreibungspflichtig und werden von den Krankenkassen nicht zur Vorbeugung erstattet.

Wenn man sich mit Neuraminidase-Hemmern ausstatten will, um im Fall der Fälle besser vor der Grippe geschützt zu sein, muss man also zunächst einen Arzt davon überzeugen, dass man diesen vorbeugenden Schutz braucht. Die meisten Ärzte sehen das nicht ein und sind oft auch so davon geblendet, dass die Mittel nicht von der Kasse bezahlt werden, dass sie eine Verschreibung der Mittel ablehnen. Wenn man als Privatpatient auftritt und erkennbar genügend Fachwissen mitbringt, um dem Arzt klarzumachen, dass man den Unterschied zwischen einer Influenza und einem grippalen Infekt erkennen kann (plötzlicher Beginn, schwerer Verlauf), dann gelingt es einem möglicherweise, dass der Arzt solch ein Medikament vorbeugend verschreibt.

Eine Packung mit 10 Kapseln Tamiflu kostet beispielsweise etwa 35 Euro und reicht für eine Person bei einmaliger Ansteckungsgefahr.

Manche Grippeviren sind jedoch immun gegen Neuraminidase-Hemmer, sodass man selbst bei Vorhandensein von Neuraminidase-Hemmern nicht ganz sicher sein kann, dass man von einer Pandemie-Grippe verschont bleibt.

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